Marinierte Sardellen

Marinierte Sardellen

Obgleich sie häufig unterschätzt werden, sind die Sardellen (Inćuni) ein kostengünstiger und sehr schmackhafter Fisch, der im kroatischen Küstenstreifen auf vielerlei interessante Art zubereitet wird. Gebratene Sardellen waren lange Zeit die Lieblingszwischenmahlzeit oder das zweite Frühstück der Fischer, vor allem deswegen, weil Großeinkäufer wie Hotels oder Restaurants kein großes Interesse an kleinen Fischen wie den Sardellen hatten. In den traditionellen Konoben wurden die Sardellen oft als Vorspeise angeboten. Außer gebratenen sind auch marinierte Sardellen beliebt.

 

Die Sardelle gilt als eine der besten Fische zum Einsalzen, der praktischen Aufbewahrungsweise in Zeiträumen, wenn frischer Fisch rar ist, während das Marinieren eine einfache und mühelose Zubereitungsart ist, die nur wenige Zutaten erfordert. Wenn Sie Fisch am Marktplatz einkaufen, achten Sie darauf, dass der Fisch glänzende und fest anliegende Schuppen hat und leicht nach Meer riecht. Die Sardellen sind kleine Fische, die den Geldbeutel schonen. Wenn Sie sie nicht gebraten oder frittiert essen wollen, dann marinieren Sie sie in einem geschlossenen Gefäß oder Einmachglas.

 

Vor dem Marinieren muss man die Sardellen gut waschen, entschuppen, ausnehmen, vom Mittelknochen befreien und nach Wunsch filetieren. Obwohl sie kleiner und schmaler sind als Sardinen, werden die Sardellen oft mit dieser Fischart verwechselt, doch im Gegensatz zu den Sardinen wird den Sardellen beim Säubern nicht der Kopf entfernt. Die gesäuberten kleinen Fische kommen dann in die einfachste Marinade, nämlich die aus Essig und Zitronensaft. Sie bleiben drei bis vier Stunden im Kühlschrank, damit sie das Beste aus der Marinade aufnehmen.

 

Am schmackhaftesten sind sie, wenn man sie über Nacht stehen lässt, doch man kann sie bereits nach einigen Stunden verspeisen, sobald ihr Fleisch weiß geworden ist. Vor dem Servieren werden die Sardellen kurz getrocknet und für einen besonderen kulinarischen Genuss mit einigen Tropfen nativen Olivenöls verfeinert. Um die Sardellen möglichst interessant zu machen, können auch landestypische Gewürze in die Marinade gegeben werden, wie etwa Rosmarin, Lorbeer oder Thymian, aber auch getoastete Pinienkerne, kleingehackter Knoblauch oder sogar scharfe Peperoni für einen besonders starken Geschmack.