Schmalzkuchen - Salenjaci

Schmalzkuchen - Salenjaci

Schweineschmalz war jahrhundertelang ein unverzichtbares und wertvolles Lebensmittel, das zur Zubereitung vieler salziger und süßer Speisen verwendet wurde und in den Speisekammern in ganz Kroatien immer zu finden war. Außer frischem Schmalz, das das ganze Jahr über verwendet wurde, sonderte man beim Schlachten auch das Fett vom Bauch und an den Rippen des Schweins aus. Dieses Fett wurde oft sofort zur Herstellung der Salenjaci verwendet, der feinen Schmalzkuchen mit Marmeladefüllung. Obwohl sie heute nicht mehr so oft zubereitet werden und das Schweinefett langsam in Vergessenheit gerät, sorgen die wohlriechenden und weichen Salenjaci noch immer für einen Anflug von Nostalgie und zaubern ein Lächeln aufs Gesicht, vor allem bei den älteren Generationen.   

 

Die Salenjaci werden aus hausgemachtem Teig hergestellt, der mit Pflaumen- oder Aprikosenmarmelade befüllt wird. Wegen ihrer Schichtstruktur werden die Salenjaci auch als Kuchen mit tausend Blättern bezeichnet. Dieses Merkmal erhält man durch das mehrfache Übereinanderlegen der Teigblätter beim Ausrollen. Das Schweinefett wird vor der Zubereitung des Teigs von feinen Adern befreit, was durch gutes Mahlen des Fetts am leichtesten zu bewerkstelligen ist. Aus Mehl, ein wenig Fett, Eigelb, Mineralwasser und Zucker wird ein glatter Teig geknetet, den man zunächst zu einem dünnen Quadrat ausrollt. Die ganze Oberfläche wird nun mit Schweinefett bestrichen, dann schlägt man den Teig von zwei Seiten her nach innen um, so dass sich die Enden in der Mitte des umgeschlagenen Teigs berühren. Das Ganze wiederholt sich mit den zwei anderen Enden des Quadrats. Den so umgeschlagenen Teig lässt man ruhen und rollt ihn dann wieder dünn aus. Nun widerholt man den Vorgang des Umschlagens, jedoch in umgekehrter Reihenfolge, dann lässt man den Teig wieder ruhen. Der ganze Vorgang wird zwei weitere Male widerholt, bevor der Teig zum letzten Mal etwas dicker ausgerollt und zu kleineren Quadraten geschnitten wird. Auf jedes Quadrat gibt man einen Teelöffel Marmelade, schlägt die Teigquadrate um und gibt sie auf das Backblech. Die Salenjaci werden mit verrührtem Ei bestrichen und im vorgewärmten Backofen goldgelb gebacken. Die warmen, mit Puderzucker bestreuten Salenjaci sind sättigend und süß – die ideale Wahl für das Frühstück oder eine Zwischenmahlzeit.