Krapfen - Krafne

Krapfen - Krafne

Der frittierte Teig mit Marmelade-, Schokolade- oder süßer Cremefüllung wandelte sich vom beliebten Faschingsgebäck zu einer Speise, die Jung und Alt jederzeit gleichermaßen schmeckt, und so finden sich diese runden Leckerbissen heute in den meisten kroatischen Bäckereien. Da die Krapfen (Krafne oder Krofne) insbesondere zur Karnevalszeit (Poklade) gebacken werden, wundert es nicht, dass sie auch als Faschingskrapfen (Pokladnice) bezeichnet werden.

 

Der Krapfen kam in der Zeit der Habsburgermonarchie nach Kroatien und blieb bis zum heutigen Tag erhalten, was er seiner interessanten Form, dem feinen Geschmack und dem sättigenden Teig zu verdanken hat, der auch die anspruchsvollsten Genießer sättigen und zufriedenstellen kann. Krapfen schmecken am besten, wenn sie frisch und mit warmer, hausgemachter Zwetschgen- oder Aprikosenmarmelade gefüllt und mit Staubzucker bestreut sind, was die Jüngsten besonders erfreut. Der Krapfenteig wird mit glattem Mehl, Milch, Eiern, Öl, Zucker und Hefe hergestellt. Dazu kommen noch ein wenig Rum, Vanillezucker und Zitronenschale für das Aroma. Der so hergestellte Teig muss noch einige Zeit lang an einem warmen Platz gehen und wird dann nochmals durchgeknetet. Nach dem Auswalzen auf eine Dicke von 1 cm wird der Krapfenteig zu der gewünschten runden Form ausgestochen, mit oder ohne Loch in der Mitte, danach stellt man die Krapfen-Rohteiglinge noch kurz ins Warme, damit sie noch ein wenig wachsen.

 

Die leckeren Krapfen werden in heißem Öl beidseitig ausgebacken und bekommen ihre typische goldbraune Farbe, aber auch den etwas helleren Teigteil an der Verbindungsstelle der zwei Hälften dieser runden Süßspeise. Nach dem Abkühlen werden sie meistens mit hausgemachter Marmelade gefüllt. Besonders beliebt sind Krapfen mit Schokoladen- oder Vanillecremefüllung. Da sie in reichlich heißem Öl ausgebacken werden, liegt das Geheimnis der leckersten Krapfen in einem Teelöffel Alkohol wie Rum oder hausgemachtem Schnaps, der dem Teig zugegeben wird, damit er beim Frittieren nicht allzu viel Fett aufnimmt.

 

Vor dem Servieren muss man die Krapfen unbedingt auf einem Tuch oder einer Papierserviette abtropfen lassen. Das überschüssige Fett wird von der Unterlage aufgenommen; so werden die Krapfen weniger fett und damit auch schmackhafter.